INDIANA 125

INstrument for Debris INline ANAlysis

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Bei der Exploration von Lagerstätten und bei der Erkundung von Baugrund werden umfangreiche Explorationsbohrungen niedergebracht. Das dabei anfallende Bohrmehl wird, gekennzeichnet mit der Tiefenangabe, gesammelt und anschließend im Labor untersucht. Dieser Prozeß ist zeitaufwändig und teuer. Ferner stellt jede Probe einen Mittelwert über eine nennenswerten Abschnitt der Bohrung dar, so dass genaue Informationen über Flöze geringer Mächtigkeit verloren gehen können.Mithilfe des Analysegeräts INDIANA 125, das auf der Röntgenfluoreszenzanalyse basiert, kann die Analyse des Bohrmehls bereits parallel zum Niederbringen des Bohrlochs erfolgen. Das Bohrmehl, das an die Oberfläche gefördert wird, wird, falls erforderlich, über ein Sieb entwässert und dann mit Hilfe einer Förderschnecke durch das Messgerät gefördert. Der Analysator bestimmt dabei die elementare Zusammensetzung und korreliert die Messwerte mit der Tiefe des Bohrkopfes. Somit entsteht ein Tiefenprofil des Bohrlochs bereits während des Bohrvorgangs, das in einer Datenbank gespeichert wird. Sofern das System mit einem GPS-Empfänger versehen ist, können die Daten direkt in eine Karte des untersuchten Gebiets übertragen werden. !!Messprinzip

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Der Sensor besteht aus einer Röntgenröhre und einem energiedispersiven Sensor. Die von der Röntgenröhre ausgesandte Strahlung trifft auf die Wand des Bohrlochs und regt dort die charakteristische Röntgenstrahlung der verschiedenen im Gestein enthaltenen Elemente an. Diese Strahlung wird vom Detektor aufgenommen und spektral ausgewertet. Abhängig von der Konzentration der Elemente im Gestein werden Signale unterschiedlicher Intensität erzeugt. Die Auswertesoftware bestimmt aus den Strahlungsintensitäten das prozentuale Vorkommen der einzelnen Elemente im Gestein.Da der Sonde das Bohrklein kontinuierlich zugeführt und die Förderschnecke das Material tiefenproportional am Sensor vorbeifördert, entsteht auf diese Weise ein mit der Bohrlochtiefe korreliertes Profil der Bohrlochwand. Das dargestellte Profil, das mit der Analysesoftware BOSTON generiert wird, zeigt das Vorkommen der interessierenden Elemente über die Tiefe.Die gemessenen Profile werden in einer Datenbank gespeichert. Ein Export der Daten ist jederzeit möglich. So können problemlos EXCEL-kompatible Dateien erzeugt werden, die die Profildaten enthalten.